Solaranlagen waren bislang Haus- und Grundstückseigentümern vorbehalten. Doch mittlerweile gibt es auch kleinere Solarmodule, die einen ansprechenden Stromertrag bringen und problemlos an Balkonbrüstungen angebracht werden können. Mit einer solchen Anlage kommen nun auch Mieter und Wohnungseigentümer aus Krefeld in den Genuss, Sonnenenergie zu tanken, grünen Strom zu erzeugen, Geld zu sparen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Beste: Balkonkraftwerke werden von vielen Gemeinden und Kommunen finanziell bezuschusst. In Krefeld gibt es etwa den Fördertopf „Klimafreundliches Wohnen in Krefeld“, der die Anschaffung eines Balkonkraftwerks mit bis zu 400 Euro fördert.
Sie interessieren sich für ein Balkonkraftwerk?
Das Balkonkraftwerk unterscheidet sich in seiner Funktionsweise nicht von einer herkömmlichen Photovoltaikanlage. Zwei Module à 400 Watt werden an der Balkonbrüstung befestigt und dann an einen Wechselrichter sowie ggf. an einen Stromspeicher angeschlossen. Letzteres macht vor allem dann Sinn, wenn Sie Ihre Wohnung erst während der Abendstunden nutzen. Idealerweise sollte Ihr Balkon Südausrichtung haben, aber auch Balkone mit West- oder Ostausrichtung weisen oft ausreichend Sonnenbestrahlung auf. Ob er sich für die Montage einer PV-Anlage eignet, erörtern die Experten von ZEUS Solar bei einem unverbindlichen Besichtigungstermin. Da Balkonkraftwerke an eine Steckdose angeschlossen werden, sind dem Ertrag gegenüber großen Solaranlagen Grenzen gesetzt, aber im Jahr lässt sich durchaus eine Ersparnis von zehn bis dreißig Prozent erreichen. Bevor die Anlage in Betrieb genommen werden kann, muss eine Anmeldung beim örtlichen Stromnetzbetreiber (entfällt ab 2024) sowie bei der BNetzA erfolgt sein.
Für ein kleines Balkonkraftwerk müssen Sie abhängig von der Leistungsfähigkeit derzeit nicht mehr als ca. 500 bis 1.000 Euro investieren. Teurer wird es, wenn Sie einen Stromspeicher dazukaufen. Ein kleiner Stromspeicher mit einer Kapazität von 5 bis 7 kWh liegt bei etwa 6.000 bis 8.000 Euro.
Erkundigen Sie sich zunächst am besten bei Ihrer Stadt, ob es aktuell laufende Förderprogramme gibt. Der Fördertopf „Klimafreundliches Wohnen in Krefeld“ sieht auch Zuwendungen eine am Balkon angebrachte PV-Anlage vor. Um sich dafür zu bewerben, müssen Sie ein aktuelles Angebot sowie die Einverständniserklärung des Vermieters/Hauseigentümers einreichen. Das geht online oder per E-Mail. Wird die Förderung genehmigt, erhalten Sie bis zu 400 Euro Fördergeld. Nähere Informationen entnehmen Sie der Seite des Förderprogramms der Stadt Krefeld. Finanziell schlechter Gestellte können im Rahmen des Stromsparchecks der Caritas Zuschüsse beantragen. Außerdem öffnet die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) jährlich das Förderprogramm 442, das den Kauf von Photovoltaik, Batteriespeichern und Ladestationen fördert.